Wenn Führung an Wirkung verliert, liegt die Ursache oft tiefer
In vielen Pharmaunternehmen sind Kompetenz, Erfahrung und Engagement vorhanden. Trotzdem bleiben Entscheidungen länger offen, Verantwortung wandert zwischen Funktionen und erfahrene Führungskräfte gleichen täglich aus, was strukturell nicht sauber geklärt ist.
Das zeigt sich zunächst oft in vollen Kalendern, zusätzlichen Abstimmungen, wiederkehrenden Rückfragen oder einer hohen Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen. Mit der Zeit verlieren Bereiche an Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und Umsetzungskraft.
Dr. Marna Michel unterstützt Pharmaunternehmen dabei, solche Muster sichtbar zu machen, ihre Ursachen einzuordnen und Verantwortung, Entscheidungswege und Umsetzung wieder klarer zu gestalten.
Wenn Organisationen funktionieren – und trotzdem an Kraft verlieren
Viele Schwierigkeiten erscheinen zunächst als Einzelthemen.
Eine Führungskraft ist dauerhaft überlastet.
Ein Team arbeitet engagiert, kommt bei wichtigen Themen aber nur langsam voran.
Entscheidungen werden wiederholt abgestimmt.
Verantwortung ist formal vergeben, bleibt im Alltag jedoch unklar.
Ergebnisse hängen stark an wenigen erfahrenen Personen.
Solche Situationen entstehen selten an nur einer Stelle. Häufig greifen Rollen, Entscheidungsbefugnisse, Schnittstellen, Erwartungen und gewachsene Arbeitsweisen ineinander.
Die Organisation funktioniert weiter. Oft sogar über lange Zeit. Möglich wird das durch zusätzlichen Einsatz, informelle Abstimmungen und Führungskräfte, die Lücken persönlich auffangen.
Genau darin liegt das Risiko.
Solange erfahrene Personen ausgleichen, bleiben strukturelle Engpässe leicht unsichtbar. Erst wenn Belastung steigt, wichtige Mitarbeitende ausfallen oder mehrere Veränderungen gleichzeitig bewältigt werden müssen, wird deutlich, wie abhängig das System von persönlicher Kompensation geworden ist.
Verantwortung muss im Alltag handlungsfähig machen
Klare Organigramme und Stellenbeschreibungen allein reichen dafür nicht aus.
Im Arbeitsalltag muss erkennbar sein:
- Wer trägt die Verantwortung für das Gesamtergebnis?
- Welche Entscheidungen dürfen an welcher Stelle getroffen werden?
- Wann ist Abstimmung erforderlich?
- Wann braucht es eine Eskalation?
- Welche Erwartungen gelten über Funktionsgrenzen hinweg?
- Wer sorgt dafür, dass aus einer Entscheidung auch Umsetzung wird?
Fehlt diese Klarheit, entstehen Rückversicherung, Verzögerung und Mehrarbeit. Themen wandern nach oben. Führungskräfte werden zur Engstelle. Teams warten auf Entscheidungen oder arbeiten parallel in unterschiedliche Richtungen.
Mit der Zeit wird daraus ein Führungs- und Organisationsproblem, das sich durch persönliche Produktivität kaum lösen lässt.
Aus dieser Erfahrung heraus arbeitet Dr. Marna Michel mit Unternehmen an Verantwortung, Entscheidungsfähigkeit und Umsetzung. Denn offene Entscheidungen bleiben selten neutral. Sie binden Zeit, verschieben Verantwortung und machen die Organisation langsamer.
Präzise Analyse vor Aktionismus
Eine belastbare Veränderung beginnt mit einem genauen Blick auf die tatsächliche Arbeitssituation.
Welche Entscheidungen bleiben offen?
Wo verliert Verantwortung an Klarheit?
Welche Schnittstellen erzeugen wiederkehrende Reibung?
Welche Führungskräfte gleichen besonders viel persönlich aus?
An welchen Stellen hängt Umsetzung von informellem Wissen oder einzelnen Personen ab?
Dr. Marna Michel arbeitet deshalb mit konkreten Situationen aus dem Unternehmen. Reale Entscheidungsverläufe, Eskalationen, Rollen, Schnittstellen und wiederkehrende Engpässe bilden die Grundlage der Analyse.
So wird sichtbar, ob ein Problem vor allem aus unklarer Verantwortung, fehlenden Entscheidungsräumen, widersprüchlichen Erwartungen, ungeklärten Prioritäten oder schwacher Umsetzung entsteht.
Auf dieser Grundlage können Veränderungen gezielt dort ansetzen, wo sie im Arbeitsalltag tatsächlich Wirkung entfalten.
Erfahrung aus Pharma, Führung und Interim-Management
Dr. Marna Michel ist promovierte Molekularbiologin und verfügt über langjährige Erfahrung in der Pharmaindustrie.
Mehr als 18 Jahre lang führte sie unterschiedliche Teams und übernahm Verantwortung in bestehenden Strukturen. In Führungs- und Interim-Mandaten arbeitete sie unter hohem Zeit-, Ergebnis- und regulatorischem Druck.
Sie kennt Situationen, in denen Entscheidungen auch bei unvollständiger Informationslage getroffen werden müssen. Sie hat erlebt, wie stark Organisationen von erfahrenen Führungskräften abhängen können und wie viel zusätzliche Arbeit entsteht, wenn Verantwortung, Schnittstellen und Entscheidungswege nicht klar genug geregelt sind.
Diese Erfahrung prägt ihre heutige Arbeit mit Pharmaunternehmen.
Ihr Blick richtet sich auf die Punkte, an denen Organisationen trotz hoher fachlicher Kompetenz an Handlungsfähigkeit verlieren.
Von der Analyse in die Umsetzung
Erkenntnis allein verändert den Arbeitsalltag noch nicht.
Nach der Analyse geht es darum, Verantwortlichkeiten zu klären, Entscheidungswege belastbarer zu gestalten und Führung im Alltag wieder handlungsfähig zu machen.
Je nach Ausgangssituation kann das bedeuten:
- Rollen und Ergebnisverantwortung sauberer zu fassen,
- Entscheidungsbefugnisse zu klären,
- Schnittstellen zwischen Bereichen neu zu ordnen,
- Eskalationswege zu vereinfachen,
- Führungskräfte aus unnötiger operativer Rückversicherung zu lösen,
- konkrete Veränderungen im laufenden Betrieb zu begleiten.
Die Umsetzung orientiert sich an den tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens. Sie muss im Alltag funktionieren, unter realen Bedingungen und mit den vorhandenen Verantwortlichen.
Führung beginnt mit einer bewussten Entscheidung
Führung zeigt sich dort, wo Verantwortung übernommen, Orientierung gegeben und entschieden wird.
Dazu gehört auch die persönliche Entscheidung, führen zu wollen und die eigene Rolle bewusst auszufüllen.
Wie soll Führung in diesem Unternehmen aussehen?
Wie werden Menschen einbezogen?
Wo braucht es klare Vorgaben?
Welche Entscheidungen müssen Führungskräfte selbst treffen?
Welche Verantwortung soll im Team liegen?
Diese Fragen wirken unmittelbar auf Zusammenarbeit, Geschwindigkeit und Ergebnisqualität.
Unternehmen gewinnen an Handlungsfähigkeit, wenn Führungskräfte ihre Rolle kennen, Verantwortung sichtbar ist und Entscheidungen dort getroffen werden, wo die notwendige Nähe zum Thema vorhanden ist.
Gespräch zur Einordnung
Wenn in Ihrer Organisation Entscheidungen regelmäßig offenbleiben, Verantwortung zwischen Funktionen wandert oder erfahrene Führungskräfte dauerhaft ausgleichen müssen, kann ein genauer Blick auf die zugrunde liegenden Muster sinnvoll sein.
In einem vertraulichen ersten Gespräch ordnen wir Ihre Beobachtungen ein und prüfen, an welcher Stelle eine strukturierte Analyse ansetzen kann.
Dr. Marna Michel
Beratung für Führung, Verantwortung und Entscheidungsfähigkeit in Pharmaunternehmen
Dr. Marna Michel verbindet naturwissenschaftliche Präzision mit langjähriger Erfahrung aus Pharma, Führung und Interim-Management. Sie unterstützt Unternehmen dabei, strukturelle Engpässe sichtbar zu machen und Veränderungen so umzusetzen, dass Verantwortung, Entscheidungen und Ergebnisse im Arbeitsalltag wieder klarer zusammenfinden.